Weihnachtsmann, Stern oder Engel? Wer bringt die Weihnachtssocken?

Weihnachtssocken vom Kind

Haben Sie süße Kugelsocken und Socken mit einem Weihnachtsbaum unter dem Baum gefunden? Warme Weihnachtssocken sind im Dezember ein echtes Muss, aber die Frage bleibt: Wer ist für die Weihnachtsgeschenke zuständig? Je nach Weltgegend, aber auch je nach Region in Polen, gibt es unterschiedliche Versionen der Geschichte von den Wesen, die die Geschenke bringen. Für die Bewohner Oberschlesiens zum Beispiel bringt das Kind die Geschenke. Interessanterweise hat das Wort viel mit dem Weihnachtsmann gemeinsam, wenn man sich seinen Ursprung ansieht. Es handelt sich um den Ausdruck Kris Kringle, der wiederum vom deutschen Christkind abgeleitet ist. Ersteres bezieht sich auf den Weihnachtsmann, letzteres auf das Jesuskind. Auch unsere Nachbarn sollen vom Christkind Weihnachtsgeschenke erhalten. In Deutschland wird das Kind als Cherub mit blondem Haar und goldener Krone dargestellt, während in der Tschechischen Republik das Kind meist unbemerkt bleibt und die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen, bevor der Haushalt überhaupt merkt, dass jemand zu Besuch war.

Geschenke von einem Heiligen?

Wahrscheinlich haben Sie schon von Geschichten gehört, in denen Weihnachtssocken vom Weihnachtsmann, vom Vati, von einem Engel oder von Opa Frost gebracht werden. Aber wussten Sie, dass auch die heilige Lucia dies tun kann? In den nordischen Ländern, insbesondere in Schweden, ist der Kult um die Heilige Lucia sehr beliebt. Den Quellen zufolge lebte die katholische Heilige im dritten Jahrhundert. Beeinflusst von einer göttlichen Vision, verschenkte die Frau ihren Besitz an die Armen und weigerte sich, einen Heiden zu heiraten. Der Möchtegern-Gatte warf ihr den christlichen Glauben vor, der zu dieser Zeit streng verboten war. Daraufhin wurde Lucia in einen Kerker geworfen und gefoltert. Der Legende nach sollte die Frau auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden, doch das Feuer erlosch plötzlich, sobald es sich Lucias Gewändern näherte. Der Name der christlichen Märtyrerin leitet sich von dem lateinischen Wort Lucius ab, was so viel wie Leuchtkraft bedeutet. Das Gedenken an die heilige Lucia fällt auf den 13. Dezember. In Schweden und Norwegen werden Umzüge zu Ehren der heiligen Lucia organisiert. An der Spitze der Prozession steht eine weiß gekleidete Frau, die einen Kranz aus Kerzen trägt, während die anderen Teilnehmer Laternen halten. In vielen Schulen und Betrieben werden Safranbrötchen und Gewürzkuchen verteilt. Das Gedenken an die Heilige Lucia ist eine Mahnung, zu teilen und niemals die Hoffnung zu verlieren.

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